Wieso wir nur im Miteinander wahrhaft heilen und wie die Weiblichkeit in uns allen ein Heilmittel sein kann.
„Traditionelle Stereotypen:
Stereotypen können Weiblichkeit mit Sanftmut, Passivität, emotionaler Zugänglichkeit und Fürsorge verbinden, aber diese sind nicht universell.
Persönliche Wahrnehmung:
Das Gefühl, weiblich zu sein, kann durch Kleidung, Selbstbewusstsein, Ausstrahlung oder eine warme, empathische Haltung zur Umwelt zum Ausdruck kommen.
Geschlechtliche Vielfalt:
Die Wahrnehmung von Weiblichkeit ist nicht auf biologische Frauen beschränkt; sie wird auch von Menschen mit anderen Geschlechtsidentitäten erlebt und ausgedrückt.“

Eine Reihe von Ereignissen der letzten Monate hat mich über etwas nachdenken lassen, das ich zum Wohle Aller offen kommunizieren möchte.
Es handelt sich dabei um verschiedene Energien und Emotionen, die in uns allen stecken, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter oder religiöser Zugehörigkeit. Im eigentlichen Sinne handelt dieser Artikel von der sanften Weiblichkeit, die in uns allen liegt. Diese Energie hat das Potential gegenseitige Nächstenliebe und Toleranz hervorzurufen. Wenn sie jedoch in Disharmonie gerät, also unterdrückt wird, führt dies zur Angst und zu Traumata, zu Missgunst und Gewalt (vor allem gegenüber uns selbst).
Prinzip des Geschlechts
In den Hermetischen Gesetzen wird zusammengefasst, wie wir Menschen unser Leben in diesem Universum nutzen können, um im stetigen Fluss unserer Kraft zu ruhen. Es geht darum, das Beste aus diesem Leben zu machen, das uns gegeben wurde.
Seit fast 4000 Jahren vor der Zeitwende beschäftigten sich Menschen mit genau diesen Prinzipien: einer Philosophie, die sich über verschiedene Epochen hinweg entwickelt hatte und eines fernen Tages zum Geheimnis wurde. Der Grund dafür liegt wie so oft in der gewaltsamen Machtausübung Einiger über Viele und so wurde jenes Wissen im Mittelalater streng verfolgt.
Viele Hermetiker endeten auf dem Scheiterhaufen; richtig, nicht nur Hexen und Zauberweiber wurden verfolgt und gerichtet, sondern im Grunde erfuhr das Wissen über unser Gleichgewicht von Energien im Leben damit eine Zensur.
Im siebten Hermetischen Gesetz, dem Gesetz des Geschlechts, wird beschrieben, wie wir alle, ja jedes Atom, aus einer Kombination aus weiblichen und männlichen Energien besteht. Es geht also um viel mehr als die Gestaltgebung der physischen Geschlechtlichkeit (Sexualität).
Das Geschlecht (lat. genus, gen=gebären, erzeugen, hervorbringen) ist mehr als der biologische Unterschied zwischen Mann und Frau, sondern bildet die Grundlage der Materie. Aber was genau bedeutet das nun?
Bei diesen Energien handelt es sich um Schwingungen. Die männliche Energie ist eine elektrisierende und treibende Kraft, wohingegen die weibliche Energie eine magnetische und anziehende ist. Diese Kräfte könnten in Bilder gepackt werden, wie der Vorstellung des Allvaters Odin, der Blitze aus sich selbst heraus erschafft und sich entlädt. Oder Gaia, der Mutter Natur, die alles Leben erschafft und doch wieder in sich aufnimmt.
Schlussendlich können uns solche Bilder zwar helfen diese Energien zu veranschaulichen, doch sind sie viel komplexer in uns.
Die Frage ist: zu welchem Anteil sind männliche und weibliche Energien in uns ausgebildet bzw. welche unterdrücken wir?
Was uns prägt
Durch Moralvorstellungen in die wir hineingeboren werden, formen wir unsere Persönlichkeit und Glaubenssätze; nicht immer im natürlichen Einklang. Oft führen unterdrückte Emotionen und vorgelebte, ungesunde Wertvorstellungen dazu, dass wir Traumata entwickeln. Im Laufe des Lebens führen diese dazu, dass wir scheinbar unkontrollierte Gewalt erfahren und ausüben.
Ich möchte also die Gelegenheit nutzen, um darüber zu sprechen, wie wichtig es ist, dass wir uns unserer natürlichen Gefühle annehmen, ehrlich zu uns selbst sind und darüber offen reden. Es ist wichtig Menschen im Leben zu haben, die uns diesen sicheren Raum bieten, um uns mitzuteilen und wir selbst sein zu können.
Emotionen, die in uns ein Gleichgewicht suchen und bei Ungleichgewicht psychische Blockaden auslösen, sind in der materiellen Weltanschauung oftmals nicht leicht zu erkennen. Sie sind für viele nicht offensichtlich sichtbar und doch manifestieren sie sich im Äußeren durch Krankheiten, Misserfolg und Konflikte.
Wenn wir Traumata, also unterdrückte Emotionen und Erinnerungen nicht langsam lösen, tuen wir uns gegenseitig Leid an. Gewiss nicht immer absichtlich, aber am Ende führt es zu einem Gefühl des Schmerzes.
Ich nehme an, dass ein Ungleichgewicht von Energien, z.B. durch zu viel männliche Energien, wie “sehr konkurrierende und stressreiche Arbeit” zur Diskrepanz in unserem Miteinander führt. Aber auch in unserer Selbstwahrnehmung. Liegt die Lösung von psychischen Blockaden, ebenso wie kollektiven Missständen vielleicht in der fehlenden Ausgeglichenheit der Energien in uns selbst?
Wie gesagt, wir bestehen aus weiblicher und männlicher Energie. Jeder! Warum reduzieren wir uns immer noch auf das biologische Geschlecht mit dem wir geboren wurden, auf das Bild, dass wir von einander kreieren?
Selbst wenn wir von unterschiedlichen Sexualhormonen geprägt sind, so haben wir dennoch alle Emotionen, die nichts mit unserem triebbedingtem Sexualverhalten zu tun haben. In der Seele jedes Menschen sieht es ganz ähnlich aus. Dort wo Selbstwahrnehmung und Liebe entsteht, gibt es keinen Unterschied zwischen Geschlechtern, Kulturen oder Lebensformen.
In uns allen steckt mehr als die Geschichte, die wir über uns denken.
Folglich merke ich, dass die Menschen mit denen ich in den letzten Wochen intensive Gespräche über zentrale Gefühle führte, alle das selbe berichten: Sie fühlen sich erschöpft von dem Bild, dass sie über sich haben und suchen vor allem im Außen nach Kompensation und Bestätigung — so entwickeln wir Süchte.
Aber was passiert denn, wenn wir etwas im Außen kompensieren, anstatt an die Wurzel des Symptoms zu gehen? Nun wir schieben die eigentliche “Probleme” vor uns her, häufen sie an und schaffen mit der Zeit einen Berg aus ungelösten Emotionen und negativen Energien, die uns gar unmächtig machen.
Was ist in den letzten Jahrtausenden passiert mit uns Menschen? Wieso wächst der Weltschmerz in uns allen und wieso lassen wir zu, dass das natürliche Gleichgewicht gestört wird?
Sind Kriege, Umweltverschmutzung, Gier und Angst das Resultat von einer zwanghaft-toxischen Maskulinität innerhalb der Menschheit und kann es dann sein, dass die Gleichberechtigung der Geschlechter (in uns!) die einzige Lösung ist?

Zurück zur Quelle des Lebens
Ich erlebe diesen Mangel des Gleichgewichts bei vielen, bei mir selbst. Ich arbeite seit langer Zeit daran dieses empfindliche Gleichgewicht in mir auf natürliche Weise wieder herzustellen und rede immer offener über meine Gefühle. Lerne jeden Tag aufs neue los zu lassen und merke, dass Vertrauen mehr Leichtigkeit schafft, als Kontrolle auszuüben.
Warum das Ganze ein viel nachhaltigeren Effekt hat, als Psychopharmaka und Co., liegt in der natürlichen Quelle in uns. Wir tun uns selber Leid an und Anderen, weil wir Gefühle unterdrücken oder betäuben. Dabei führt an diesem Weg nichts vorbei — wirklich zu lieben, heißt sich selbst zu akzeptieren wie wir sind. Das spiegeln wir dann ganz natürlich auch ins Äußere.
Ich merke, wie jeder Tag eine Möglichkeit bietet bewusst zu sein, was der Augenblick bedeutet und wie er Glück erzeugt. Auf die Gefühle in sich zu hören, sich den Raum zu nehmen, um sie zu empfinden, darin liegt etwas magisches. Immer öfter und wachsamer in das Hier und Jetzt einzutauchen, führt zum Gleichgewicht.
Wichtig ist, dass wir nicht alleine damit sind, sondern uns Hilfe suchen können. In sensiblen Mitmenschen (z.B. Empathen), in der Natur und schließlich in uns selbst .
“We are now entering the era of energy medicine. Everything in the Universe has a frequency and all you have to do is change a frequency or create an opposite frequency. That’s how easy it is to change anything in the world, whether that’s disease or emotional issues or whatever that is. This is huge. This is the biggest thing that we have ever come across.” — Dr. Ben Johnson
Der Weg der Gleichberechtigung
Jetzt kommen wir doch mal auf die Geschlechter zu sprechen, denn die Separation und die binäre Unterscheidung hat in der Menschheit einen fundamentalen Effekt ausgelöst:
Frauen werden seit Jahrtausenden von der Gesellschaft als Menschen zweiter Art behandelt, folglich gerieten auch die weibliche und männliche Energie in uns ins Ungleichgewicht – Yin & Yang sind nicht mehr in Harmonie.
Dabei ist unser aller Gleichgewicht, die Ganzheitlichkeit zentral im Leben! Im Gleichgewicht zu sein beendet diesen Kreislauf des Schmerzes — keine Spaltung, sondern das Bewusstsein Eins zu sein.
Ich möchte alle Menschen dazu einladen sich auf die innere Reise zu begeben, die jene Heilung bringt, die für jedes Individuum und sein Umfeld Frieden bringt. Es gibt heutzutage unzählige Möglichkeiten und Hilfe von außen. Niemand muss alleine sein mit dem überwältigenden Gefühl von Angst oder Verwirrung.
Als ich begonnen habe meine Mitmenschen als Schwestern und Brüder zu sehen – Freunde als das höchste Gut in meinem Leben -, habe ich eine Veränderung in meinem Leben bemerkt. Durch das tägliche bewusst werden und Eintauchen in den Moment, werden innere Prozesse angeregt, die sich reinigend und heilend anfühlen.
Dann folgte das sich öffnen, das Kommunizieren von Emotionen und Vertrauen fassen — ein wundervolles Gefühl, dass ich all jenen ermöglichen möchte, die auf dem selben Weg sind. Vor allem für die Menschen, die keine oder wenig Vertraute haben und ihr Vertrauen verloren glauben.
„Größe besteht nicht darin was man hat, sondern darin was man gibt.“
– Mady Morrison
Mein Wunsch zu reinigen, ist also ein kollektiver Wunsch, um gemeinsam die Welt zu einem friedlicheren und liebevolleren Ort zu transformieren. Deswegen gestalte ich Rückzugsorte, rege zu Ritualen an, die das Nichts-tun und die Akzeptanz von Unvollkommenheit thematisieren. Für mehr Harmonie und Liebe in dieser Welt.